Prunk- & Feuerbohnen anbauen » Aussaat & Pflege im Garten

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Die Prunkbohne ist ein leicht zu haltendes, fruchtreiches und köstliches Gemüse – ein wahrer Schatz für jeden Garten! Die Blüte im Sommer ist leuchtend rot oder angenehm weiß, die Blätter wachsen dicht. Der grüne Riese sprießt bis zu 4 Meter in die Luft und ist auf einen guten Stand durch eine stabile Rankhilfe angewiesen.

Neben ihren guten Qualitäten zum Anbau ist sie eine schöne Pflanze, die als Sichtschutz eine gemütliche Atmosphäre bringt. Das Gewächs ist in der Kultivierung und in seiner Natur ähnlich der Stangenbohne, aber widerstandfähiger bei Kälte und Nässe. Wie fast alle Bohnenarten ist sie roh giftig und nur gekocht ein Genuss.

Die Prunkbohne ist auch unter den Namen Feuerbohne oder Käferbohne bekannt. Sorten mit feurig roten Blüten sind „Lady Di“, „Preisgewinner“ und „Butler“. Weiß blüht die Sorte „Weißer Riese“. Die Sorten „Hestia“ und „Painted Lady“ wirken durch ihre weiß-roten Blüten besonders interessant.

Weitere Namen: Feuerbohnen, Prunkbohnen, Käferbohnen, Wollbohnen; lateinischer Name: Phaseolus vulgaris var. vulgaris

Pflanzen und Pflege

Standort

Am liebsten steht die Feuerbohne in einem besonnten Beet, sie gedeiht aber auch bei mäßiger Helligkeit noch prächtig. Wichtig ist, dass sie benachbarten Pflanzen durch ihre Größe nicht zu viel Licht nimmt. Ein recht windstiller Standort ist optimal, mäßige Böen schaden der Pflanze nicht. Als Gemüse findet sie im Garten, auf dem Balkon oder im Kübel einen Platz zum Wachsen.

Die Bohne ist ein Mittelzehrer und veträgt sich gut mit Starkzehrern wie Gurken, Tomaten, Kartoffeln, Kohl, Salat und Sellerie. Zwiebel, Knoblauch, Lauch und Erbse eignen sich nicht für eine Mischkultur.

Boden

Der Tiefwurzler bevorzugt einen tiefgründig aufgelockerten und stetig feuchten Boden. Trockenheit schadet der Pflanze und dem Ernteertrag. Für die Kultivierung im Kübel eignet sich ein tiefes Gefäß mit Abzugsloch. Eine zusätzliche Drainageschicht aus Tonscherben beugt Staunnässe vor. Ist das vorgesehene Substrat zu nährstoffarm, so bringt das Unterheben von Kompost und Dünger im vorangehenden Herbst neue Kraft. Bei trockenem Boden vor dem Auspflanzen reichlich Gießen.

Die Prunkbohne versorgt sich während ihres Wachstums mithilfe von Knöllchenbakterien an den Wurzeln selbst mit Stickstoff aus der Luft, das Düngen entfällt dann.

Aussaat

Es werden jeweils zwei Prunkbohnen in 3 cm Tiefe und im Abstand von 15 cm gesteckt und an einen Rankstab befestigt. Zu den nächsten zwei Pflanzen mit Rankstab bleiben 40 bis 50 cm Platz. Die nächste Reihe kommt 60 cm weiter.
In Töpfe oder Kübel kommt pro Gefäß eine Pflanze mit Rankstab. Dank der starken Fruchtbildung liegt der Ertrag von drei Prunkbohnen schon bei etwa einem Kilo.

Kletterhilfen

Zum Aufranken eignet sich jegliches Gehölz - am besten Bambus, Weide oder Haselnuss. Ist nur wenig Platz im Garten, so sind runde oder quadratische Zelt-Konstruktionen die beste Lösung. Diese haben einen Durchmesser von 60 cm und für die grünen Riesen entsprechend eine Höhe von mindestens 2 m. Bei großzügiger Anbaufläche pflanzt man in einzelnen Reihen. An einem windigen und ungeschützten Standort unbedingt Doppelreihen anlegen, die mit einer Querstange verbunden und so noch stabiler sind. Das rankende Gemüse immer in Wuchsrichtung locker an die Stäbe anbinden.

Prunkbohnen niedrig halten

Die wuchsfreudige Bohne kann auf ein Minimun von 30 cm gehalten werden. Dazu werden immer wieder alle rankenden Triebe gekürzt, die in eben dieser Höhe sprießen. Der Saat-Abstand von 15 cm wird beibehalten. Die Früchte bilden sich meist schon 1-2 Wochen früher als gewöhnlich, der Ertrag ist aber recht gering.

Zwergsorten

Gute Sorten, die buschig und niedrig wachsen sind z.B. „Hestia“ und „Snow White“. Diese können in einem Abstand von 30 cm gepflanzt werden und brauchen keine Rankhilfe. Die Ernte ist weniger ergiebig als bei ihren großen Verwandten.

Ernte und Lagerung

Die Prunkbohne ist gegen August erntereif, wenn die Hülsen 15-18 cm lang sind. Bei regelmäßigen Pflücken bilden sich bis September immer wieder neue Früchte. Hängen die Hülsen zu lange an der Pflanze, verlieren sie an Knackigkeit und der Ertrag bleibt mäßig. Alles, was nicht zum Kochen verwendet wird, kann eingefroren werden.

Jahresübersicht

März

  • Mitte März: Vorbereiten und Aufstellen der Rankstäbe oder -zelte
  • Vorkultur von Radieschen oder Salaten auf den geplanten Beet möglich

Mai

  • Anfang Mai: Vorziehen der Samen in Töpfen bei 10-12°C bis zu einer Höhe von 15-20 cm
  • Jungpflanzen allmählich an kühlere Temperaturen gewöhnen (bis zu 7°C)
  • Mitte Mai, nach den Eisheiligen: Sämlinge ins Beet auspflanzen, nun auch direkte Aussaat möglich (ohne Vorziehen)
  • bei Außentemperaturen unter 7°C erst Anfang Juni auspflanzen

Juni

  • Anfang Juni: Sämlinge ins Beet auspflanzen, direkte Aussaat möglich (ohne Vorziehen)
  • Jungpflanzen mit isolierender Schicht aus Kompost, Laub oder Grünschnitt bedecken
  • Feuchte und Wärme bleibt besser im Boden
  • Erde stets feucht halten
  • Erscheinen erster Blüten

Juli

  • überstehende Triebe am Stangenende kürzen, regt Wachstum von Seitentrieben an
  • Vorsicht: Schwarze Bohnenblattlaus!
  • Anfang Juli: nach Belieben weitere Aussaat möglich, Ernte bis Oktober

August bis September

  • zeitnahe und regelmäßige Ernte der reifen, knackigen Hülsen
  • nach Bedarf einfrieren

Probleme die auftreten können

Im Frühjahr fressen Schnecken sehr gern die Blätter und kompletten Triebe der frischen Keimlinge. Sobald es Anfang Sommer wärmer wird, legt die Schwarze Bohnenblattlaus ihre Eier auf die Triebe. Diese ernähren sich vom Pflanzensaft und entziehen der Bohne die Energie zum Wachsen.

Dem Gemüse macht auch die Schwarzfleckenkrankheit zu schaffen, verursacht durch die sogenannten Pseudomonas-Bakterien. Infizierte Blätter haben helle Flecken mit einem dunklen Inneren und werden bestenfalls sofort abgeschnitten. Die Samen der gesamten Bohnenpflanze werden nicht mehr zur Vermehrung verwendet.

Mangelnde Fruchtbildung kann durch Trockenheit oder fehlende Bestäubung auftreten.

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