Buschbohnen anbauen: Aussaat & Pflege im Garten

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Diese Art von Bohne ist auch unter den Namen Gartenbohne, grüne Bohne oder Wachsbohne bekannt. Ursprünglich kommt sie aus den tropischen Regionen Amerikas - heutzutage findet sie aber weltweit Verwendung.

Die Kultivierung ist einfach, sie gedeiht ohne aufwendiges Zutun und ist mit wenig Anbaufläche zufrieden. Das Gemüse sprießt lediglich bis zu 50 cm in die Höhe und trägt erstaunlich viele Früchte. Kein Wunder, dass die Buschbohne so beliebt ist! Ihr aufrechter Wuchs erspart außerdem das Anbringen einer Rankhilfe. Das einzig problematische ist Frost – darauf reagiert sie äußerst sensibel. Darum wird sie erst nach den Einsheiligen gegen Mitte Mai ausgepflanzt.

Im Handel gibt es eine Vielzahl an farbigen Sorten. 'Amethyst' und 'Purple King' sind auffallend violett-blau gefärbt, 'Borlotto rosso' hat rot-gelblich gefleckte Hülsen und 'Valdor' und 'Hildora' sind gelbe Wachsbohnen. Grün-wachsende Sorten sind z.B. 'Primavera' und 'Maja'.

Weitere Namen: Gluckenbohnen, Filetbohnen,Wachsbohnen; lateinischer Name: Phaseolus vulgaris var. nanus

Pflanzen und Pflege

Standort

Aufgrund ihrer geringen Ansprüche wächst die Buschbohne so gut wie überall. Generell ist aber ein sonnig warmes Plätzchen in einem sandig-lehmigen Boden optimal. Im Gegensatz zu Prunk- und Feuerbohnen ist eine Haltung im Gewächshaus möglich, da sie auch ohne Fremdbestäubung Früchte ausbilden. Für eine Mischkultur haben sich z.B. Blumenkohl, Gurke, Kartoffel, Tomate, Zucchini, Kohl (Starkzehrer) und Bohnenkraut, Rettich, Radieschen (Schwach- und Mittelzehrer) als würdige Beetgenossen erwiesen. Weniger gut ist das Zusammenpflanzen mit Erbse, Fenchel, Knoblauch, Zwiebel, Porree und Spinat.

Die Buschbohne an sich ist ein Schwachzehrer. Die an den Wurzeln sitzenden Knöllchenbakterien binden aus der Luft Stickstoff und versorgen die Bohnenpflanze symbiotisch. So entfällt das Düngen.

Frostempfindlichkeit

Von Frost trägt die Buschbohne großen Schaden, schlimmstenfalls bleibt die Keimung der Samen aus. Am besten ist die Vorzucht im Zimmer gegen April oder die direkte Ausaat ins Beet nach den Eisheiligen. Der Boden sollte bei der Aussaat in 2 cm Tiefe nicht kälter als 10°C sein. Ein bedeckendes Vlies bietet einen guten Wärmeschutz.

Vorkultur

Ab Mitte April werden ein paar Samen in ein Gefäß ausgesät. Bei einer angenehmen Zimmertemperatur wachsen diese gut heran. Noch besser ist es, sie vor der Aussaat ein Tag lang in Wasser einzuweichen – die Keimung erfolgt dann schneller. Solange die Vorzucht andauert, kann auf dem vorgesehenen Beet derweil anderes Gemüse noch länger wachsen.

Blütezeit

Von Juni bis September erscheinen weiß-gelbliche oder hellviolette Blüten. Von da an werden die bisher mäßigen Wassergaben erhöht, damit mehr Energie für die kommenden Früchte zur Verfügung steht. Bei mangelnder Feuchtigkeit fallen die Hülsen ab.

Ernte und Lagerung

Pflücken

Die Früchte müssen immer zeitnah abgeerntet werden, auch bei momentanen Nichtbedarf. Hängen die Hülsen zu lange an der Pflanze, verringert das die Fülle des möglichen Ertrags. Rundlich wachsende Hülsen sind bei etwa 10 cm Länge reif, flach wachsende bei etwa 15 cm.

Verzehren

Geerntete Bohnen vor dem Genuss immer kochen, da sie im rohen Zustand giftig sind. Allerdings nicht zu lange, da sie sonst an Knackigkeit verlieren. Sind noch Früchte übrig, so friert man sie bis zur nächsten Verwendung einfach ein.

Trockenbohnen

Für den Erhalt von Trockenbohnen sollten die Früchte bis Oktober hängen bleiben. Bei zunehmender Kälte werden sie mit Vlies bedeckt und noch vor dem ersten Frost gepflückt. Sobald alles vollständig durchgetrocknet ist, entnimmt man die Bohnen und verwahrt sie luftdicht.

Sojabohnen

Im Anbau und Wuchs ist die Sojabohne der Buschbohne ähnlich – optisch sind sie aber gut zu unterscheiden. Die Hülsen der Sojabohne sind nur bis zu 5 cm lang und enthalten lediglich 2-3 Samen.

Jahresübersicht

März

  • Anfang März: Anbau im beheizten Gewächshaus möglich (Ernte bis Mitte Mai)
  • dabei beachten: Samenabstand 7 cm, Keimtemperatur optimal bei 8-10°C

April

  • Mitte April: Vorziehen der Samen im Zimmer
  • etwa vier Wochen vor Auspflanzung ins Beet

Mai

  • Mitte Mai, nach Eisheiligen: direkte Aussaat ins Beet, ohne Vorziehen (Vlies als Kälteschutz)
  • es kommen 2-3 Samen in ein Pflanzloch
  • Umpflanzen der April-Sämlinge vom Zimmer ins Beet
  • dabei beachten: Reihenabstand 35 cm, Samenabstand 7 cm, Pflanztiefe 2 cm

Mai bis September

  • bis Mitte August: neue Aussaat ins Beet alle zwei bis drei Wochen
  • regelmäßige Ernte, um die Bildung neuer Früchte zu ermöglichen
  • zu reife Hülsen verlieren Knackigkeit und trocknen aus

Oktober

  • Trockenbohnen erst vor nahenden Frost pflücken, solange mit Vlies schützen

Probleme die auftreten können

Die frisch gesäten Samen und fressen Mäuse besonders gerne. Schnecken mögen lieber die zarten Sämlinge und auch die jungen Hülsen. In der wärmeren Zeit des Jahres besiedeln Schwarze Bohnenblattläuse die Triebe der Bohnen und legen dort im Herbst ihre Eier ab. Sie ernähren sich vom Pflanzensaft.

Es kommt vor, dass durch die Blattläuse der Bohnenmosaikvirus übertragen wird. Bemerkbar macht sich dieser durch gelbfleckiges Laub, stockendes Wachstum und das Verderben der Früchte. Infizierte Pflanzen immer schnell entsorgen.

Generell ist ein achtsames Auge wichtig – meist hilft schon das Aufstellen von Fallen oder die Abschirmung durch Vlies. Ansonsten Bohnen niemals roh essen, denn sie sind sehr giftig – Übelkeit, Kopf- und Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall sind die unangenehmen Folgen.

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Bildnachweise / Pictures by:
2nd photo by Cristina - fagiolino blue lake - CC BY 2.0
3th photo by Carl Lewis - Phaseolus vulgaris - CC BY 2.0
4th photo by doug_hislop - Green Beans - CC BY 2.0
5th photo by mebrett - Beans - CC BY 2.0

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