Stangenbohnen anbauen: Aussaat & Pflege im Garten

Werbung

Die der Buschbohne ähnliche Stangenbohne ist ein Gemüse, was vor Jahrtausenden aus dem südlichen Amerika nach Europa kam und viele Liebhaber fand. Auf wenig Fläche bringt sie viel Ertrag, der Anbau ist leicht und sie wächst schnell. Sie liebt die Wärme und Sonne ihrer Heimat und ist für kalte Temperaturen recht anfällig.

All diese Eigenschaften teilt sie mit der verwandten Buschbohne. Im Gegensatz zu ihr wächst die Stangenbohne aber weit über 50 cm hinaus und windet sich eifrig zwei Meter, manchmal drei Meter in die Luft. Auch der Geschmack der Früchte ist intensiver.

Im Sommer erscheinen weiße und hellviolette Blüten und die Hülsen wachsen vielfarbig, auch gefleckt. Gern verwendete Sorten sind die blauviolette „Blauhilde“, die gelbe „Neckargold“ oder die grüne „Tamara“ und „Cobra“.

Weitere Namen: Stangenbohne; lateinischer Name: Phaseolus vulgaris var. vulgaris

Pflanzen und Pflege

Standort

Das Beet sollte an einem sonnigen, mild bis warmen und möglichst windfreien Ort angelegt sein. Frost und Kälte vertragen die Pflanzen nicht. Eine gute Temperatur zum Keimen und Gedeihen liegt bei 10-12°C.

Boden

In einem tiefgründigen, humusreichen Boden wächst das Gemüse am besten. Fehlt es dem geplanten Beet an Kraft, so hebt man im vorangehenden Herbst Kompost, Laub oder Grünschnitt unter. Die Stangenbohne ist ein Schwachzehrer und harmoniert in einer Mischkultur gut mit Bohnenkraut, Kohl, Kohlrabi, Zucchini, Sellerie, Rote Beete und Rettich. Eine Nachbarschaft mit jeglichen Zwiebelpflanzen wie Knoblauch, Lauch, Zwiebel, Porree und generell auch Erbsen, Fenchel und Tomaten lieber meiden.

Nach der letzten Ernte im Oktober bleibt die stickstoffhaltige Wurzel als natürlicher Dünger im Boden. Legimuosen können nach dreijähriger Pause auf demselben Beet wieder Platz finden.

Kletterhilfe

Stangenbohnen wachsen zwar schnell, werden aber nicht so groß und kräftig wie Prunkbohnen. Rankstäbe mit einer Höhe von 1,80 m sind optimal. Geläufig sind Zelte aus Bambus- oder Haselnussruten mit einem Durchmesser von 60 cm. Das Pflanzen an Zäunen, Spalieren oder in Reihen ist aber auch eine Variante. Generell werden die Samen in einem Abstand von 15 cm gesteckt.

Ernte und Lagerung

Reife

Die Hülsen sind zum Pflücken bereit, wenn sie beim Durchbrechen knackig und saftig sind – die Bruchstelle ist glatt. Die Samen im Inneren sind von außen noch nicht sichtbar.

Ernte

Geerntet wird bei schönem, sonnigen Wetter - bei Nässe steigt die Anfälligkeit für Pilze und Krankheiten. Generell immer zeitnah und regelmäßig die Hülsen abnehmen, damit Neues nachkommt und das Potential ausgekostet wird. Im Kühlschrank ist eine Haltbarkeit von drei bis vier Tagen garantiert. Ausgereifte Hülsen finden Verwendung als Trockenbohnen.

Jahresübersicht

April bis Mai

  • Vorziehen der Samen im Zimmer (drei bis vier Samen pro Topf)
  • Mitte/Ende Mai, nach den Eisheiligen: Umpflanzen der Sämlinge vom Zimmer ins Beet

Juni

  • Anfang Juni: direkte Aussaat ins Beet möglich (ohne Vorziehen)
  • entweder Aussaat einzelner Bohnen mit Rankhilfe oder in 2-3er Gruppen an Rankstab
  • dabei beachten: Samenabstand immer 15 cm, Pflanztiefe bis zu 5 cm

Juli bis August

  • zeitnahe und regelmäßige Ernte reifer Hülsen

September bis Oktober

  • nach Belieben einige Hülsen ausreifen lassen, für Trockenbohnen oder Saatgut

Probleme die auftreten können

Frische Samen und Jungpflanzen fressen Mäuse und Schnecken besonders gerne. In der wärmeren Zeit des Jahres besiedeln Schwarze Bohnenblattläuse die Triebe der Bohnen und legen dort im Herbst ihre Eier ab. Sie ernähren sich vom Pflanzensaft.

Es kommt vor, dass durch die Blattläuse der Bohnenmosaikvirus übertragen wird. Bemerkbar macht sich dieser durch gelbfleckiges Laub, stockendes Wachstum und das Verderben der Früchte. Infizierte Pflanzen immer schnell entsorgen.

Generell ist ein achtsames Auge wichtig – meist hilft schon das Aufstellen von Fallen oder die Abschirmung durch Vlies. Ansonsten Bohnen nur gekocht essen, denn sie sind sehr giftig – Übelkeit, Kopf- und Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall sind die unangenehmen Folgen.

Von mir empfohlene Produkte (Werbelinks):

Bildnachweise / Pictures by:
1st photo by Cristina - fagiolini blue lake - CC BY 2.0
2nd photo by summerandstephen - Green Beans - CC BY-SA 2.0
3th photo by Rob Bertholf - Humboldt County - CC BY 2.0
4th photo by Oregon State University - PoleBeans0023CL - CC BY-SA 2.0
5th photo by Rob Bertholf - Humboldt County - CC BY 2.0

Artikel drucken
Werbung
Artikel von